Reisebericht Myanmar – Bagan, die Tempelstadt

Tag 28 – Old Bagan und Sonnenuntergang

Wieder mit dem Nachtbus ging es vom Inle-See nach Bagan.

Bagan gehört zu den größten archäologischen Stätten Asiens und ist das Sightseeing Highlight Myanmars. Auf einer Fläche von 36 km² sind über 5.000 Tempel und Pagoden zu besichtigen. Die meisten sind jedoch seit dem Erdbeben 1975 Ruinen.
Bagan Sonnenaufgang
Die Stadt war ca. 900–1300 die Hauptstadt eines großen Königreichs. 1044 bestieg mit Anawrahtas der erste buddhistische König den Thorn und legte den Grundstein für den heutigen Buddhismus in Myanmar. In den folgenden 200 Jahren wurden von den Königen über 10.000 Tempel und Pagoden und andere Heiligtümer gebaut, die meisten waren jedoch aus Holz und sind deshalb nicht mehr erhalten.
Die hohen Kosten für den Bau und Erhalt der Anlagen waren mit ein Grund für den Niedergang des Reiches. Heute leben nur 22.000 Menschen in dem Gebiet, verteilt auf die drei Hauptortschaften Nyaung U, Alt-Bagan und Neu-Bagan. Die Orte sind in Form eines Dreiecks um das archäologische Areal angeordnet und es liegen zwischen 4,5 und 11,5 km zwischen ihnen.

Wir kamen um 4 Uhr morgens an einer Bushaltestelle 13 km von Neu-Bagan entfernt, wo mein Hostel war, an. Es warteten schon etliche Fahrer wie die Geier auf uns, denn sie wussten, dass man auf sie angewiesen war. Da wir keine andere Möglichkeit hatten, mussten wir die völlig überhöhten Preise bezahlen, aber immerhin konnte ich mich mit einem Österreicher zusammentun, der ins gleiche Hostel wollte. Der Fahrer bot uns an, uns zuvor noch zu einem super Sonnenaufgangsspot zu bringen – natürlich gegen einen ordentlichen Aufpreis. Da wir eh nicht wussten, was wir zu so früher Stunde machen sollten, willigten wir ein. Und wir wurden nicht enttäuscht, es war wirklich ein super Aussichtspunkt.

Nach dem Frühstück lieh ich mir einen E-Roller und ließ mich auf den sandigen Wegen vorbei an etlichen Tempeln und Pagoden Richtung Alt-Bagan treiben. Der Unterschied zwischen einem Tempel und einer Pagode ist übrigens, dass man Pagoden (wie auch Stupas) nicht begehen kann.
An den größeren Ruinen gab es immer auch Souvenirverkäufer und junge Männer, die tolle Sunset und Sunrise Aussichtsplattformen versprachen oder einfach nur etwas über die Tempel zu erzählen begannen. Meist waren es „Künstler“ die ihre Bilder danach verkaufen wollten. Auf so etwas ließ ich mich natürlich nicht ein, aber mit der Zeit wurde es ein bisschen nervig, von so vielen Leuten angequatscht zu werden.

Für den Sonnenuntergang ließ ich mir vom Hostel einen guten Spot empfehlen.

Tag 29 – Bagan

Da ich unbedingt noch einen Sonnenaufgang sehen wollte, klingelte mein Wecker schon um 5:15 Uhr.
Ich lieh mir wieder einen E-Roller, was auch um diese Uhrzeit kein Problem war und los ging es.
Ich hatte mich etwas informiert, wo die besten Sonnenaufgangsplätze waren, aber im Dunkeln war das gar nicht so einfach… Aber natürlich musste ich nicht lange warten, bis mich ein junger Mann von seinem Moped aus entdeckte und mir einen Tempel, auf den man klettern konnte, zeigen wollte. Ich willigte ein, da ich nicht noch ewig herumirren wollte.
Bagan Tempel

Natürlich wollte er mir danach ein Bild verkaufen, aber da ich nichts auf meinen weiteren Weg mitnehmen wollte, gab ich ihm dafür ein kleines Trinkgeld.
Früher konnte man viele Tempel besteigen, nach und nach hat die Regierung das aber verboten, sodass es jetzt wirklich schwierig ist, noch einen guten Spot zu finden.
Das investierte Geld hat sich jedenfalls gelohnt.
Sonnenaufgang in Bagan mit Ballons

Nach dem Frühstück fuhr ich dann in die entgegengesetzte Richtung vom Vortag und schaute mir den älteren Teil der Anlagen an.

Am Nachmittag machte ich mich noch mit dem Bus auf den Weg nach Mandalay.

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