Reisebericht Vietnam – Halong Bucht

Tag 38 – Mit dem Boot durch die Halong Bucht

Felsen in der Halong Bucht

Ich war hin- und hergerissen, ob ich die Halong Bucht überhaupt besuchen wollte. Einerseits gehört sie zu den sieben Weltwundern der Natur und sie liegt nur 180 km von Hanoi entfernt, aber andererseits habe ich auch viel gelesen, dass sie heillos überlaufen sei und man mit 100 anderen Booten auf engstem Raum einfach keine tolle Erfahrung habe. Zusätzlich ist das Wetter oft schlecht und die Touren waren recht teuer.
Von einem Pärchen, das ich in Myanmar kennengelernt hatte, habe ich dann den Tipp bekommen, die Hideaway Tour mit dem Central Backpackers Hostel in Hanoi zu machen. Mit 120 € für drei Tage war die Tour zwar auch kein Schnäppchen, versprach aber eine Privatinsel und ein Erlebnis fernab des Massentourismus.

Die Tour hatte ich für den Tag direkt nach meiner Sapa Tour gebucht. Ich kam also mit dem Nachtzug in Hanoi an, konnte im Hostel in einem “Movie-Raum” noch ein Stündchen schlafen und danach Frühstücken, woraufhin es direkt mit einer Gruppe von 17 Leuten in einem Bus weiter in die Halong Bucht ging.

Nach zwei Stunden Fahrt, einer viertel Stunde Schnellboot zur Insel Cat Ba und nochmal 40 Minuten Bus bestiegen wir unser Schiff und stachen in See. Das Wetter war sonnig und wir genossen unser Mittagessen an Deck.
Wir schipperten zwischen den bizarr geformten Felsen hindurch, vorbei an schwimmenden Dörfern, in denen Fischer- und Flößerfamilien leben.

Schwimmende Dorf in der Halong Bucht

Eine halbe Stunde später ankerten wir an einem schönen Platz und sprangen vom Boot ins Wasser, um uns zu erfrischen. Einfach herrlich.
Bei einem Bier chillten wir mit guter Musik in der Sonne und genossen die Aussicht.

Um 16 Uhr erreichten wir unsere Insel. Sie bestand zum Großteil aus einem riesigen bewachsenen Felsen und hatte einen kleinen Strand, an dem einige Bungalows auf Stelzen standen.

Central Backpackers Tour Insel in der Halong Bucht

Wir bezogen unsere Zimmer und erkundeten unser Domizil. Abends gab es Essen vom Buffet und mehrere Happy Hours mit Trinkspielen. Lange machten wir aber nicht, denn der Tag hatte früh begonnen.

Hideaway Tour Halong Bay

Tag 39 – Fahrradtour und Wanderung auf Cat Ba

Nach dem Frühstück wurden wir mit unserem Boot auf die andere Seite der Insel Cat Ba gebracht. Von dort fuhren wir mit Leihfahrrädern zu einem kleinen Dorf, das bis vor einigen Jahren noch völlig abgeschieden lag. Mittlerweile gibt es aber eine Straße dorthin und man kann auch in einigen Gästehäusern übernachten.
Weiter ging es zu Fuß auf ein verlassenes Gut mit einigen alten Gebäuden und in eine Höhle, die im Vietnamkrieg als Versteck gedient hatte.
Zu guter Letzt kletterten wir über scharfe Felsen auf einen Hügel, von dem aus man einen guten Blick auf das Dorf und die Umgebung hatte.

Cat Ba Island Trekking

Mit den Fahrrädern ging es auf demselben Weg zurück zur Bootsanlegestelle. Wir würden von unserem Boot wieder eingesammelt und bekamen ein Mittagessen.
An diesem Tag war es bewölkt und es wehte ein frischer Wind, wodurch nur drei Mädels ins kühle Nass sprangen. Der Rest von uns machte es sich an Deck gemütlich.

Für den weiteren Tag war nichts geplant, sodass zurück auf unserer Insel Zeit für Volleyball, Billard und im Liegestuhl relaxen war.
Abends gab es wieder ein Buffet und eine kleine Party.

Tag 40 – Kayakfahren und zurück nach Hanoi

An diesem Tag stand auch eine tolle Aktivität an, Kajakfahren. Das wollte ich schon lange mal machen. Mit Zweier-Kanus paddelten wir zischen den Felsen hindurch in eine kleine Bucht, wo unser Guide die Legende der „Bucht des herabsteigenden Drachens“, wie Halong Bay übersetzt wird, erzählte. Ein Drache verteidigte das Volk der Viet, die von den Chinesen angegriffen wurden und schlug dabei mit seinem Schwanz tiefe Furchen in die Erde. Als er im Meer abtauchte, flutete er die Gräben.

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zurück nach Hanoi.

Fazit aus drei Tagen Halong Bay mit dem Central Backpackers Hostel

Boot in der Halong Bucht

Die Bilder, die ich von der Halong Bucht im Vorfeld gesehen hatte, haben mich nicht vollkommen überzeugen können. Ja, schon ganz nett, die Felsen im Wasser, dachte ich mir, aber meistens war es bewölkt oder sogar neblig und andere Touristenboote waren im Hintergrund.
Wenn man dann aber selbst direkt an den steil aufragenden Klippen vorbeifährt, ist das etwas ganz anderes. Ich war wirklich beeindruckt von diesen gewaltigen Gesteinsformationen und den meisten anderen ging es genauso.

Kaltsteinfelsen in der Halong Bucht

Und mit der Tour wurde nicht zu viel versprochen. Wir haben nur wenige andere Boote gesehen und die meisten waren keine Touristenboote. Wir konnten anders als an den Hauptspots (das wurde uns jedenfalls erzählt) vom Boot springen und schwimmen gehen und die anderen, angebotenen Aktivitäten haben auch viel Spaß gemacht.
Das Einzige, was es für mich auszusetzen gab, war das Essen, das nicht mein Fall war. Es erinnerte mich an ein billiges All-You-Can-Eat Asiabuffet, viel frittiert und verkocht, aber da gab es auch andere Meinungen.

Alles in allem ein weiteres Highlight meiner Reise und eine absolute Empfehlung.

2 Kommentare

  1. Hallo,Ich verfolge immer wieder deine Einträge.Ich finde deine Reise ganz toll und deine Reise Erlebnisse super wie du sie beschreibst .Ich wünsche dir noch viel schöne Erlebnisse. Viele grüße aus Eberfing Werner Püppke 🏝

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