Reisebericht Hanoi – Sehenswürdigkeiten & Highlights, Vietnam

Tag 34 – Flug nach Hanoi und erste Eindrücke

Hanoi Old Quarter

Von Mandalay in Myanmar flog ich nach Hanoi. Flüge gibt es relativ günstig bei flüge.de oder AirAsia.
Mein Flug nach Hanoi sollte um 13 Uhr gehen und meiner kurzen Recherche nach, war der Flughafen nicht weit weg vom Hostel gelegen, deshalb wollte ich mir um 10 Uhr ein Taxi nehmen. Vorsichtshalber fragte ich nochmal an der Rezeption nach, wie man am besten zum Flughafen komme, woraufhin ich an den Reisebüroschalter am Eingang verwiesen wurde. Die erklärten mir, dass es einen Shuttle-Bus gebe, den ich aber gerade verpasst habe.

Da stellte ich fest, dass der Flughafen, zu dem ich musste, sehr weit außerhalb lag und keineswegs nur 10 Minuten entfernt war. Ich hatte einen Anflug von Panik. Ich buchte ein Taxi über den Reiseservice, das mich 10 Minuten später abholte. Alle 5 Minuten checkte ich die Zeit und die Entfernung vom Flughafen. Das könnte echt knapp werden, nur eine Stunde vor dem Boarding am Flughafen zu sein.
Endlich angekommen ging dann aber alles so schnell, dass ich innerhalb von 15 Minuten am Gate war und dort dann nochmal eine Stunde warten musste, bis das Boarding wirklich startete. Nochmal Glück gehabt.

Mit Zwischenstopp in Bangkok landete ich abends in Hanoi und nahm einen öffentlichen Bus in das Old Quarter, wo mein Hostel war.
Das Viertel gefiel mir vom ersten Moment an. Die Straßen waren voller Leben. Die Leute saßen auf winzigen Plastikstühlen auf den Gehwegen vor den Garküchen, dazwischen gab es Shops, Bars und kleine Hotels. Es herrschte eine tolle Atmosphäre und eine Welle der Euphorie überkam mich.

Tag 35 – Hanoi

An meinem zweiten Tag wurde mir bewusst, wie viel rückständiger Myanmar im Vergleich zu Vietnam doch war. Hier gab es überall schnelles Internet, viele Geschäfte, die denen im Westen sehr ähnelten und Garküchen und Restaurants, in denen überwiegend Einheimische saßen. Alles war ein bisschen sauberer und es gab richtige Toiletten. Ich hatte mich schon fast an die Löcher im Boden gewöhnt, die in Myanmar vorherrschten, aber irgendwie war es doch ganz angenehm, eine richtige und saubere Toilette zu haben, in der es Klopapier und Seife zum Händewaschen gab.
Man merkte auch, dass die Vietnamesen mehr an die Touristen gewöhnt waren, denn man wurde auf der Straße nicht angestarrt als wäre man ein Außerirdischer.

Gefängnismuseum

An dem Tag schaute ich mir das Gefängnismuseum an, in dem ein bisschen einseitig von den schlimmen Bedingungen erzählt wurde, die während der französischen Besatzung für die Inhaftierten vietnamesischen Revolutionäre herrschten. Die Inszenierung war sehr eindrucksvoll gemacht.

Danach stattete ich dem Central Backpacker Hostel einen Besuch ab. Von einem englischen Pärchen in Myanmar hatte ich den Tipp bekommen, eine Halong Bay Tour über dieses Hostel zu buchen und das tat ich dann auch.

Dong Xuan Market

Anschließend ging es zum Dong Xuan Market, dem größten Indoor-Markt Hanois. Auf mehreren Stockwerken werden eine große Vielfalt an Waren wie lebende Fische, Gewürze, Souvenirs, Accessoires, Kleidung, elektronische Geräte und Haushaltswaren angeboten.
Dong Xuan Markt in Hanoi

Lebende Fische Dong Xuan Markt in Hanoi

Old Quarter

Faszinierend fand ich auch an diesem Tag wieder einfach durch das Old Quarter zu schlendern.

Die 36 Gassen gehören zur Altstadt Hanois und viele davon sind nach Waren benannt, die man dort kaufen konnte. Es gibt eine Schuhwaren-Straße, eine Silberwaren-Straße, eine Bambuswaren-Straße, eine Seidenwaren-Straße und so weiter.
Old Quarter Hanoi

Auch heute gibt es noch Straßenzüge, die nur von Geschäften gesäumt sind, die eine bestimmte Warenart verkaufen, aber die meisten Händler haben sich im Laufe der Zeit vermischt, bzw. könnte man einige Straßen in Souvenir-Shop-Straße umbenennen.

An jeder Ecke gibt es kleine Garküchen und so probierte ich gleich mittags meine erste Pho, eine vietnamesische Nudelsuppe, mit Tofu.
Pho mit Tofu

Danach war ich noch am Hoan-Kiem-See, der mitten in der Stadt liegt und direkt an die Altstadt grenzt.

Am Abend ging es dann mit dem Nachtzug nach Lào Caì und am nächsten Tag dann weiter nach Sapa, wo ich eine 2-tägige Trekking Tour machte.

Tag 41 – Hanoi


Zurück aus Sapa und von meinem Ausflug in die Halong Bucht hatte ich noch einen vollen Tag in Hanoi.
Im Hostel wurde eine kostenlose Stadtführung angeboten, an der ich teilnahm.
Wir besuchten einen Tempel und eine katholische Kirche, die von den Französischen Besatzern errichtet wurde.
Katholische Kirche in Hanoi

Hoan-Kiem-See

Auch der drei Kilometer lange Weg um den Hoan-Kiem-See war Teil der Tour. Wir erfuhren, dass der Name “See des zurückgeblieben Schwerts” bedeutet und die Legend die um den See kreist. Demnach erhielt ein armer Fischer während der chinesischen Besatzung im 15. Jahrhundert von einer Riesenschildkröte aus dem See ein magisches Schwert. Es setzte es im Kampf gegen die übermächtigen Chinesen ein, befreite seine Landsleute und wurde 1428 König.
Als es zum See zurückkam, um sich zu bedanken, forderte die Schildkröte das Schwert zurück und verwandelte es in einen Drachen, der von diesem Zeitpunkt an der Schutzgeist des Sees wurd. Aus Dankbarkeit ließ der König auf einer Insel inmitten des Sees einen dreistöckigen Schildkrötenturm errichten.
Schildkrötenturm Hanoi

Zum Abschluss gab es noch einen Eierkaffee. Klingt im ersten Moment seltsam, ist aber richtig lecker. Es wird Eigelb mit Zucker und Kondensmilch aufgeschlagen und als Haube auf den Kaffee gesetzt. In dem Lokal, in dem wir waren, gab es neben Kaffee und Schokolade mit Ei auch verrückte Kombinationen wie Cola oder Mate Tee mit Ei, aber niemand wollte das probieren.
Eierkaffee

Am Nachmittag wollte ich mir eigentlich das Ho Chi Minh-Mausoleum, die letzte Ruhestätte des vietnamesischen Revolutionsführers, ansehen, unser Guide meinte aber, dass das gerade renoviert werde und deshalb geschlossen sei. Deshalb entschied ich mich, in das Museum of History zu gehen, was mich aber nicht begeistern konnte. Ich hatte gehofft, dort noch mehr über die Geschichte Vietnams zu erfahren, es war aber eher eine Ausstellung antiker Fundstücke und Kunstgegenstände.

Schienengasse

Sehr cool war aber meine nächste Station, die Schienengasse. Mitten in der Altstadt in einer schmalen Gasse, wo man eigentlich eine Straße erwarten würde, führt ein Bahngleis zwischen zwei Häuserreihen hindurch. Links und rechts davon und manchmal mal auch direkt auf den Gleisen spielt sich das normale Leben ab. Händlerinnen verkaufen ihr Gemüse, Kinder spielen Fangen, Menschen sitzen auf Stühlen in Cafés und Restaurants. Nur eine Handvoll Züge fahren jeden Tag laut hupend durch die Gasse und alarmieren so die Bewohner und Schaulustigen, die den Fahrplan nicht im Kopf haben.
Schienenstraße in Hanoi

Am frühen Abend fuhr ich noch drei Stunden nach Ninh Binh, meiner nächsten Station.

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